Zähneknirschen wird in allen Alters- und Geschlechtsgruppen beobachtet und in der Fachsprache als Bruxismus bezeichnet. Dabei handelt es sich um unbewusst ablaufende Kaubewegungen, deren Ursache noch nicht völlig geklärt ist. Neben vielen anderen Faktoren, kommen auch psychische Traumata oder Stress in Betracht. Neuere neurologische Studien zeigen, dass die rhythmischen Kaubewegungen beim Übergang in die verschiedenen Schlafstadien gehäuft auftreten. Als Erstversorgung kommt zum Schutz des Zahnschmelzes eine Aufbißschiene in Betracht, die von Zahnarzt angepasst wird. In manchen Fällen reicht diese Versorgung aber nicht aus und die Patienten berichten über massive Schmerzen im Kieferbereich, die bis in Kopf- und Halsgegend ausstrahlen können. In diesen Fällen kann die Injektion von Botox in den Kaumuskel sinnvoll sein. Einige Tage nach der Injektion gegen das Zähneknirschen, kommt es zu einem deutlichen Rückgang des Spannungszustands des Muskels und auch die peripheren Schmerzen nehmen stark ab. Das Setzen der korrekten Injektionspunkte ist wegen benachbarter Strukturen nicht einfach und erfordert daher genaue anatomische Kenntnisse und Erfahrung.

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